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Der Garten – Warum lieben wir ihn? Welche Bedeutung hat der Garten eigentlich für uns?

Der Garten ist laut Duden ein „begrenztes Stück Land zur Anpflanzung von Obst, Gemüse, Blumen oder ähnliches“, aber ein Garten ist in meinen Augen weit aus mehr. Ich möchte dazu etwas in die Geschichte gehen und euch die Bedeutung des Gartens näher bringen. Ich denke, die Personen welche einen Garten besitzen, wissen wovon ich spreche. Vielleicht gelingt es mir ja auch diejenigen von der Faszination des Garten zu begeistern, die sich bisher noch nicht mit diesen Thema beschäftigt haben.

Geschichte des Garten

Der Garten ist seiner Geschichte nach eng mit dem Begriff Gartenkunst verbunden. Diese beschreibt die Gestaltung der Landschaft und schließlich auch des Gartens. Dabei wird der Garten nicht nur durch die Nutzbarmachung definiert, sondern schafft vielmehr wunderschöne, ästhetische Gebilde in der freien Natur. Die Ästhetik hat hierbei seit der Antike eine Bedeutung für den Menschen und bewirkt durch die unterschiedlichen Gartenformen und Gartenfarben ein innerliches Glücksgefühl und Ausgleich. Dazu wurden damals und werden heute Elemente wie Kleinarchitekturen, Plastiken, fließendes und ruhendes Wasser und teilweise exotische, aber auch größtenteils einheimische Pflanzen und Gehölze genutzt. Wenn man es genau betrachtet, zählt dabei unser neuartiger und gerade in Deutschland sehr weit verbreiteter Gartenzwerg auch zu diesen Elementen.

Altertum

Eine damals im Altertum allseits bekannte Gartenform sind die „Hängenden Gärten“ in Babylon, welche auch noch heute als eines der Sieben Weltwunder der Antike bekannt sind. Dabei wurden die Gärten in Terrassenform angelegt und ähneln der heutigen Form des Dachgarten und Terrassengarten.

Für das antike Griechenland sind eher die Gärten in Park ähnlicher Form bekannt. Dagegen wurden im asiatischen Raum die Gärten eher auf kleinstem Raum angelegt. Dazu wurden verschiedene architektonische und landschaftliche Gestaltungselemente wie beispielsweise Wasserfälle, Bäche, Felsen, Pavillons und Brücken hinzu gezogen.

15. bis 18. Jahrhundert

In der Renaissance wurde der Garten sprichwörtlich künstlerisch vollendet. Er wurde dabei als Schauplatz von Festlichkeiten genutzt. Hinzu kamen antike Statuen, die dort ihren Aufstellplatz gefunden haben. In der Epoche des Barock wurden gerade in Europa zwei unterschiedliche Gartenformen weiter entwickelt. Zum Einen die in Italien bekannte Form des Terrassengarten und in Frankreich die Form von ausgedehnten Parkanlagen. Dabei diente der Garten als Repräsentationszweck und als Weiterführung der edlen Schlossräume. Bekannte Beispiele sind hierbei u.a. das Schloss Versailles. Zu Beginn des 18. Jahrhundert begann man in dem heutigen Großbritannien die asiatischen Formen, wahrscheinlich durch den Einfluss der Kolonien in England bekannt geworden, mit künstlerischen Formen zu veredeln und erzielte eine Wirkung, die den Eindruck natürlicher Schönheit erweckte.

Die Moderne

Die moderne Form des Garten ähnelt zum Teil noch der des englischen und wird in großen Städten wie Berlin durch die Form des Volksparks nachempfunden und gelebt. In kleineren Städten und als verbreitete Form, wird der Garten nach außen als Gemeinschaftsgarten und Hausgarten gezeigt.  Dabei werden heute viele Merkmale der einzelnen Gartenepochen nachempfunden. Es gibt dabei Gärten die asiatische Elemente enthalten, aber auch die größeren, parkähnlichen Gärten sind hier und da zu finden. Zudem werden terrassenartige Gärten wieder beliebter und beweisen dadurch ihre Funktionalität. Gärten mit beispielsweise Trockenmauern und Hangabstufungen erfreuen sich wachsender Beliebtheit. Doch das wichtigste haben meiner Meinung nach alle Zeitalter und Epochen gemeinsam. Der Garten wurde und wird damals wie heute zum Zwecke der Erholung und des Wohlbefindens genutzt.

Wirkung des Garten

Ein Garten hat eine sehr spezielle Wirkung auf den Menschen. Er gibt dem Menschen eine Aufgabe, die ihn mit sehr viel Freude erfüllt. Ja, man kann sagen das Gartenarbeit für sehr viele Personen ein interessantes und abwechslungsreiches Hobby ist. Doch was ist so bedeutend an einem Garten. Ich habe hier mal folgende Punkte aufgeführt.

  • eine beruhigende Wirkung
  • Stressabbau
  • die Art sich selbst zu verwirklichen
  • frei handeln zu dürfen
  • ohne Regeln arbeiten

Zu dem Punkt „ohne Regeln arbeiten“ möchte ich noch ergänzen, dass ich damit nicht meine, sich beispielsweise bei der Gartenarbeit an keine Regeln zu halten, sondern lediglich seiner Kreativität und Gestaltungsfreiheit freien Lauf zu lassen. Natürlich ist es sehr wichtig gerade bei der Gartenarbeit bestimmte vorgegebene Regeln einzuhalten, wie zum Beispiel Ratschläge und Hinweise zum Anpflanzen, Pflegen und Ernten von Obst, Blumen und Gemüse. Des Weiteren sind gewisse Techniken und deren Beherrschen nötig. Auch wenn man sich entschieden hat, den riesigen, alten Birnbaum wachsen zu lassen, um ihn als Vogelbaum zu betrachten, sollte der Rasen gemäht werden und andere Bäume beschnitten werden. Hier möchte ich aber Gartenbesitzer mit weniger Erfahrung oder Gartenbesitzer, welche kürzlich einen Garten erworben haben, beruhigen. Man kann alles ohne größere Probleme erlernen und ich gebe euch hier nützliche Tipps und Info´s, die euch dabei helfen. Genau dies ist ja das faszinierende an einem Garten. Wenn der Wille da ist, kann man mit den eigenen Händen und der eigenen Kreativität einen Ort schaffen, an dem man sich zu Hause fühlt und Ruhe findet. Nicht ohne Grund wird Gartenarbeit auch als Balsam für die Seele bezeichnet.

Eine besondere Wirkung des Garten geht vor allem von der Farbe Grün aus. Wenn wir die Farbe Grün sehen verbinden wir damit meist die Begriffe wie Natur oder Gesundheit. Studien belegen dazu aber noch einen weiteren sehr wichtigen Aspekt. Stephanie Lichtenfeld von der Universität München zeigte in ihrer Studie „Fertile Green: Green Facilitates Creative Performance“, dass durch die Wirkung von Grün eine Steigerung der Kreativität in unserem Körper und Geist erreicht wird. In der Studie wurden 69 Testpersonen über mehrere Sekunden hinweg mit Bildern, auf denen grüne Rechtecke zu sehen waren, konfrontiert. Im Vergleich zur der Gruppe die weiße Rechtecke zu sehen bekamen, wurde die Kreativität in der anschließenden Aufgabe deutlich gesteigert. Und genau das ist es auch was unseren Garten teilweise ausmacht. Wenn wir uns an diesem Ort aufhalten, arbeiten oder erholen, fühlen wir uns frischer, freier und wir kommen wohl öfter auf schlaue Ideen, als an einem anderen Ort. Der Studie zur Folge spielt dabei sicherlich auch eine weitere Verbindung mit der Farbe Grün eine wichtige Rolle. Im alten, ehrwürdigen Ägypten stand Grün für Leben, Auferstehung, Fruchtbarkeit und Hoffnung. Dies führt dazu, dass unser Gehirn mit diesen Assoziationen zusätzlich und ergänzend die Kreativität steigert. (Quelle: „Fertile Green: Green Facilitates Creative Performance“)

Aber auch weitere, sämtliche erdenkliche Farben und Farbspiele sind in Gärten möglich. Man denke nur an das Erwachen der ersten Pflanzen nach dem langen und dunklen Winter. Diese Frühblüher , wie beispielsweise Schneeglöckchen , Winterlinge oder Krokusse, zeichnen sich nicht nur durch ihr frisches, saftiges Grün aus, sondern bringen auch die leuchtende Farbe Gelb mit in das Farbenspiel im Garten. Durch die Farbe Gelb werden Reaktionen wie Heiterkeit, Freude und natürlich auch Optimismus im menschlichen Körper ausgelöst. Dies sind Faktoren, die sich dann auf das eigene Wohlbefinden sehr positiv auswirken. Denn es wird wohl bei den wenigsten Menschen, welche ein Frühlingswiese mit kleinen gelben Blüten erblicken, eine traurige Stimmung erzeugt werden, oder?

Dieser positive Schwung gibt uns gerade zu Anfang des Jahres die Kraft, die alltäglichen Probleme und Sorgen, sei es der Stress auf der Arbeit oder Herausforderungen in der Familie zu bewältigen. Dabei wirkt nicht nur der Garten mit seinen vielseitigen Eindrücken auf uns ein, sondern auch die steigenden Temperaturen und die Energie der Sonne. Durch die Einstrahlung der Sonne wird das sogenannte Vitamin D in der menschlichen Haut durch die Einwirkung von UV-Strahlen im Körper frei gesetzt und wirkt damit bei unzähligen Körperfunktionen z.B. in der Leber, im Darm oder in der Niere mit. Es hilft uns einfach, ganz allgemein gesagt, uns wohl zu fühlen und gesund zu bleiben. Und welcher Ort eignet sich hervorragend um die ersten Sonnenstrahlen zu genießen? Richtig, der heimische und selbst angelegte Garten. Das Thema Stressabbau im Grünen wird in vielen Seminaren angewandt um Entspannungstechniken zu lernen.

Aber der Garten zeigt noch einen weitere Wirkung auf, die sich auch positiv auf das Wohlbefinden auswirkt. Die Möglichkeit und Art sich selbst zu verwirklichen. Wer kennt das nicht im beruflichen Leben. Vorschriften, Regeln und Anweisungen. Im eigenen Garten treten diese nur in Form von Empfehlungen zum Anpflanzen oder ähnliches auf. Man kann sich selbst verwirklichen und frei entscheiden wie und wo man beispielsweise Beete anlegt, Obstbäume pflanzt oder auch ein Gartenhaus aufstellt.

Gartenhaus – Grillkota, einfach urgemütlich

Der Kreativität und den Vorlieben sind hierbei keine Grenzen gesetzt. Lediglich die Grundstückgröße oder der Geldbeutel wirkt etwas einschränkend. Dabei muss ein Garten zum Wohlfühlen und Energie tanken nicht immer prunkvoll und weitläufig sein. Manchmal sind es auch die kleinen Dinge, die einen erfreuen. Beispielsweise Frühblüher oder Sommerblumen in Balkonkästen, eine kleine Rasenfläche mit einem Obstbaum in einer Gartenanlage oder die 485 m² Gartenfläche, die laut Statistik des Institut für Freizeitwirtschaft durchschnittlich für die Gartengröße stehen.

Nach einer Umfrage der Statista GmbH in Hamburg haben sich im Jahr 2014, mindestens ein Mal im Monat, etwa 27,15 Mio. Personen im Garten betätigt und eine Gartentätigkeit ausgeführt. Von diesen 27,15 Mio. Personen sind 13,68 Mio. Personen regelmäßig, das heißt mehrmals im Monat im Garten beschäftigt gewesen und sogar 8,89 Mio. haben mehrmals in der Woche im Garten zu tun gehabt und hierbei zähle ich mich auch gern persönlich dazu. Das bedeutet, dass mehr als ein Drittel der in Deutschland lebenden Bevölkerung von etwa 81 Mio. sich im Garten betätigt. Aus meiner Erfahrung heraus ergänze ich hierbei gern, dass diese Kleingärtner die Gartenarbeit auch mit Vergnügen machen. (Quelle: Statista GmbH Hamburg „Bevölkerung in Deutschland nach Häufigkeit der Gartenarbeit in der Freizeit von 2010 bis 2014 (Personen in Millionen)“)

Ein weiterer, gerade in der heutigen Zeit immer wichtig und beliebter werdender Aspekt ist die sehr verbreitete Bedeutung des Bioanbau. Wie kann ich möglichst ohne die Nutzung von Pestiziden gesunde und nahrhafte Lebensmittel anbauen und vorallem auch einkaufen oder besser gesagt, vielleicht auch ganz einfach und ohne großen Aufwand selbst anbauen? Da bietet sich meiner Meinung nach der heimische Garten direkt an. Das eigene Gemüse säen und ernten. Dabei weiß ich dann genau, was die Pflanzen während ihrer Wachstumszeit aufgenommen haben und kann mich davon überzeugen wie die eigenen, vitaminreichen Erdbeeren im Vergleich zu der gekauften Ware aus dem Supermarkt schmecken. Ich nehme dadurch einfach bewusster war, wie viel Arbeit und Aufwand dahinter steht gesunde Lebensmittel zu erzeugen und mache mir und unseren Kindern auch bewusst, wo viele Lebensmittel herkommen. Ich denke mir, dass dadurch auch Lebensmittel wie Obst und Gemüse ihre Wertschätzung finden und möglicherweise nicht mehr achtlos einfach entsorgt werden. Leider ist dies in der heutigen Wegwerfgesellschaft zur Realität geworden. Die Kinder lernen schon von Anfang an, das beispielsweise Pommes nicht am Baum wachsen, sondern aus Kartoffeln entstehen und Zwiebeln oder Möhren aus dem Erdboden wachsen. Ich bin der Meinung, dass durch die Bedeutung des Garten und auch des bewussten Nutzens eines Garten ein gewisse Maß an Verantwortung entsteht und dies nicht nur für unsere Kinder, sondern auch für die Natur und Umwelt.

Alles in allem und zusammenfassend kann ich sagen, dass der Garten ein Synonym für die Freiheit darstellt. Seit Jahrtausenden sucht der Mensch eine Aufgabe in der er sich selbst verwirklichen kann und seine Erfüllung finden kann. Hierzu steht meiner Meinung nach der Garten zur Verfügung und bietet sich förmlich an. Seit tausenden von Jahren haben Menschen einen Garten besessen und besitzen ihn auch heute noch sehr gern. Sei es jetzt in parkähnlichen Dimensionen wie im 18. Jahrhundert oder in einer Form des Kleingarten, wie er heute zahlreich zu finden ist. Die Grundidee und Wirkung ist die Gleiche. Erholung und die Möglichkeit bleibende Formen in der Natur zu schaffen und zu vererben.

Natürlich steht dabei auch die Gartenarbeit im Vordergrund, denn auch trotz moderner Technik werden sich die Dinge nicht von selbst erledigen. Ich denke aber, dass es schon von Vorteil ist die Technik einzusetzen, die man hat. Wie gesagt, das Ergebnis des Wohlfühlens bleibt dabei gleich. Nur es ist nicht nur das was wir erreichen. Betrachten wir einen kahlen Acker, der nicht genutzt wird. Schaffen wir es hier beispielsweise Sträucher oder Bäume anzupflanzen, eine kleine Hecke zu setzen, Blumen in jeglicher Art, Form und Farbe zu pflanzen, Rasen anzulegen, Unterschlüpfe für kleine Tiere zu schaffen, Brutplätze und Nistplätze für Vögel anzusiedeln und einen kleinen Teich oder Wasserlauf anzulegen, ist dies nicht nur für uns ein Gewinn, sondern auch für die Natur und die Umwelt.

P.S. Was sagt ihr zum Thema Garten? Seht ihr eine ähnliche Bedeutung?

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