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Rasen anlegen – Was muss ich unbedingt beachten? – mein-haus-garten.com
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Rasen anlegen – Was muss ich unbedingt beachten?

Rasen anlegen – Was muss ich unbedingt beachten?

Du möchtest sicher dass die zukünftige Rasenfläche praktisch und dabei auch gepflegt sein soll. Bis dahin dauert es aber ein wenig und du solltest einige wichtige Dinge beim Rasen anlegen beachten. Ich möchte hier aber keine Doktorarbeit schreiben, obwohl man das zu diesem Thema sicher machen könnte, sondern dir ein paar Tipps geben wie du einen vorzeigbaren Rasen bekommst. Zum Thema Kosten pro qm Rasen gibt´s hier einen separaten Artikel.

Tipp Nr. 1 beim Rasen anlegen: Die Bodenvorbereitung

Entscheidend ist erst mal ob du eine Rasenfläche auf einer bestehenden Erdoberfläche anlegen möchtest, zum Beispiel ein Nutzgarten, oder noch zusätzlich Mutterboden auftragen willst.

Im ersten Fall ist zu prüfen wie fest bzw. verdichtet die Oberfläche ist. Oberflächen, welche vorher mit schweren Arbeitsmaschinen wie Radlader usw. befahren wurden, sollten aufgelockert werden. Dadurch wird vermieden das später unschöne Stellen, wie Fahrspuren, zu sehen sind. Die Auflockerung des Erdbodens sollte mindestens 20 cm in die Tiefe gehen. Wer viele fleißige Helfer hat und Kosten für Arbeitsmaschinen sparen möchte kann auch auf den guten alten Spaten zurückgreifen. Anschließend sollte die bearbeitete Fläche mit einer Harke geglättet werden. Bei Erdböden, welche vorher als Nutzgarten oder ähnliche genutzt wurden, ist es ausreichend diese abzuharken.

Im zweiten Fall sollte der aufzutragende Mutterboden eine Mindestschichtdicke von 20 cm haben. Zu empfehlen sind aber 30 cm, da der frische Mutterboden sich noch um ein paar Zentimeter setzen wird. In Abhängigkeit davon wieviel Mutterboden du brauchst, ist zu entscheiden wie du diesen verteilen möchtest. Jenseits der 20 Tonnen empfehle ich dir zum Baumaschinenhändler deines Vertrauens zu gehen und nach der Vermietung eines Radladers zu fragen. Dies ist zwar mit einigen Kosten verbunden, erspart dir aber eine Menge Arbeit und Nerven beim Rasen anlegen.

Ich musste zum Beispiel mehr als 200 Tonnen Mutterboden verteilen und das wäre ohne den Radlader einfach unmöglich gewesen. Wenn du dich für schwere Technik entschlossen hast, ist noch folgendes zu beachten. Du solltest daran denken, dass du die Flächen, welche mit dem Radlader sehr verdichtet wurden. nochmal auflockerst. Nimm dir dazu einfach den Radlader und greife mit den Zähnen der Räummulde in die Erde und lockere den verdichteten Boden beim Rückwärtsfahren auf. So ersparst du dir die später unschön anzusehenden Fahrspuren in deinem frisch gesäten Rasen.

Tipp Nr. 2 beim Rasen anlegen: Die richtige Wahl der Rasensaat

Nachdem du den Boden soweit vorbereitet hast, solltest du weitere Schritte beim Rasen anlegen einhalten. Hier stellt sich die Frage nach der richtigen Rasensaat. Und hierbei wird es jetzt etwas schwieriger. Dazu möchte ich zu Beginn die am häufigsten vertretenden Rasenmischungen vorstellen. Viele von Ihnen sind durch ein RSM-Etikett gekennzeichnet. Dies zeigt dir die sogenannte Regel-Saatgut-Mischung mit derselben Qualität.

  • Sport- und Spielrasen
  • Strapazierrasen
  • Schattenrasen
  • Zierrasen

Außerdem ist bei Rasen anlegen zu prüfen, wo die zukünftige Rasenfläche gestaltet werden soll. Ist es eine ganztägig sonnige Fläche, handelt es sich um Halbschatten oder komplett Schatten? Dann ist es wichtig zu wissen, wie der spätere Rasen genutzt werden soll. Ist es ein kleiner Vorgarten, der nur der Optik dienen soll? Dann kann man auf Zierrasen zurückgreifen. Ist es aber doch der Spielbereich der eigenen Kinder, die gern mit dem Fußball spielen und sehr aktiv sind, dann sollte der Sport- und Spielrasen genutzt werden. Bei Flächen, welche ganztägig im Schatten liegen, ist der Schattenrasen zu empfehlen. Dieser benötigt weniger Sonnenlicht und ist etwas robuster.

Sehr oft vertreten ist der allseits bekannte Sport- und Spielrasen, der sowohl strapazierfähig, trockenresistent und pflegeleicht ist. Aber Vorsicht beim Rasen anlegen! Einige dieser Rasenmischungen besitzen nicht die gewünschten Eigenschaften. Daher nachfolgend einige Erläuterungen zu ausgewählten Rasengräserarten, die in den Rasenmischungen enthalten sind.

        Name -> Eigenschaften

  • Wiesenrispe (Poa pratensis) -> strapazierfähig, bleibt lange grün, Lücken können schnell geschlossen werden
  • Weidelgras   (Lolium perenne) -> strapazierfähig, benötigt viel Wasser, schnelle Regeneration
  • Rohrschwingel  (Festuca arundinacea) -> sattgrün, strapazierfähig, geeignet für trockene Standorte
  • Rotschwingel (Festuca rubra) -> nicht sehr belastbar, lange Regeneration, feinblättrig

Einige Rasenmischungen enthalten einen großen Anteil an Weidelgras. Dies zeigt sich dann bei längerer Trockenheit in vertrockneten, teilweise sogar kahlen Stellen im Rasen. Nach Niederschlägen erholen sich diese Flächen zwar schnell wieder, sind aber während längerer Trockenperioden weniger schön anzusehen. Ich empfehle dir daher beim Rasen anlegen eher auf Rasenmischungen zurück zugreifen, die einen hohen Anteil an Wiesenrispe und Rohrschwingel haben. Diese sind wesentlich resistenter gegen Trockenheit und bleiben dadurch länger grün. Allerdings sind diese auch etwas preisintensiver. Ich empfehle dir aber bei Rasenmischungen nicht gerade auf die preiswerteste Sorte zurück zugreifen, sondern lieber ein paar Euro mehr auszugeben. Glaube mir, es lohnt sich. Dein Rasen soll doch ganzjährig gesund und vor allem grün aussehen. Einen Vorteil haben teurere Rasenmischungen auch noch. Sie sind wesentlich resistenter gegen Pilzbefall.

Tipp Nr. 3 beim Rasen anlegen: Die Aussaat

Der richtige Zeitpunkt der Aussaat des Rasensamens und die beste Zeit für das Rasen anlegen sind das Frühjahr oder die ersten Herbsttage. In diesen Zeiträumen treten Niederschläge wesentlich häufiger auf, welche das Wachstum des Rasens fördern und dir dabei helfen, den frisch gesäten Rasen nicht jeden Tag bewässern zu müssen. Des Weiteren muss die Bodentemperatur ganztägig über 10°C liegen.

Wenn du für die geplante Rasenfläche zusätzlichen Mutterboden verteilt hast, ist zu empfehlen den Mutterboden mindestens zwei Wochen ruhen zu lassen, bis das Unkraut hervor kommt. Anschließend sollte das Unkraut  entfernt werden und der Rasensamen kann ausgesät werden. Das hat den Vorteil, dass sich die Keimzeit des Rasensamens und der Unkräuter, die in jedem Mutterboden automatisch enthalten sind, nicht vermischen. Dadurch ersparst du dir eine Fläche mit teilweise jungen Rasen und jeder Menge Unkraut.

Weiterhin solltest du beim Rasen anlegen noch folgendes beachten. Bevor das Saatgut eingesät wird, sollte die Fläche mit einer Hake leicht aufgelockert werden. Beim Aussäen ist eine Menge von 25-40 g/m² zu empfehlen. Richtig praktisch sind bei größeren Flächen Streuwagen, welche das Saatgut beim Rasen anlegen sehr gleichmäßig verteilen. Nach der erfolgreichen Aussaat sollte die Rasensaat über Kreuz eingeharkt werden, um den Rasensamen gleichmäßig zu verteilen. Anschließend die Rasensaat mit einer Gartenwalze leicht einwalzen. Dadurch wird der Verbund des Rasensamens mit dem Erdboden hergestellt und die Keimung des Samens verbessert. Eine Gartenwalze gibt es in vielen Baumärkten und wird gegen ein kleines Entgelt vermietet.

Tipp Nr. 4 beim Rasen anlegen: Die Bewässerung

Frisch ausgesäter Rasen sollte regelmäßig und vor allem gleichmäßig bewässert werden. Hier sind kleine Bewässerungssysteme aus dem Baumarkt oder Online-Shop zu empfehlen. Ich habe sehr gute Erfahrung mit Produkten wie von Gardena gemacht. Die Viereckregner sind hierbei ausreichend und haben eine Beregnungsfläche von jeweils bis zu 280m². Wichtig beim Rasen anlegen ist nur, dass sich bei der Bewässerung keine Rinnsale oder Pfützen bilden. In diesen Fällen brauchst du einfach nur kurz die Bewässerung abstellen und nach ein paar Minuten wieder anstellen. Falls sich nach dem Rasen anlegen doch eine kleine Fehlstelle im Rasen zeigen sollte, habe ich hier einige Tipps zum Thema Rasen nachsäen.

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